Netzwerk Frauengesundheit
Wer sind wir?
Das Netzwerk Frauengesundheit wurde im Dezember 2007 als dauerhafter und unabhängiger
Zusammenschluss von Einrichtungen und Organisationen des Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesens
in der Region gegründet.
In ihm sind Vertreterinnen aus:
- der freien Wohlfahrtspflege
- der medizinischen Versorgung
- der Prävention und Gesundheitsförderung
- der Stadtverwaltung
- der Gesundheits- und Sozialforschung
- Beratungseinrichtungen
- Fraueninitiativen und
- interessierten Privatpersonen engagiert.
Warum engagieren wir uns?
Die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der gesundheitlichen Situation und Versorgung
veranlassten die WHO bereits 1994 zu der Erklärung, dass "… der Gesundheit von Frauen
ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Dringlichkeit zuzumessen ist …"
(Abschlusserklärung der Wiener Konferenz: Women Health Counts).
Das impliziert sowohl den Aufbau einer frauenfreundlichen und bedarfsgerechten Gesundheitsversorgung
wie die Beteiligung an gesundheitspolitischen Entscheidungen.
Ab Mitte der 90er Jahre entstanden in Deutschland eine Reihe bundes-, landesweiter und regionaler Initiativen
zur Förderung der Frauengesundheit. 1999 beschloss der Deutsche Städtetag, in den Kommunen
Runde Tische zur Frauengesundheit einzurichten, um Diskriminierungen abzubauen und eine
frauenspezifische Versorgung voranzubringen.
Die Etablierung dieser Gremien bewirkte in den entsprechenden Ländern und Kommunen eine gezielte
Interessenvertretung, wirkungsvolle Informations- und Öffentlichkeitsarbeit, Politik- und Fachberatung
sowie den Aufbau äquivalenter Unterstützungsangebote für Mädchen und Frauen.
Aufgrund der positiven Effekte in anderen Regionen engagierten sich die Mitarbeiterinnen des Frauen- und
Mädchengesundheitszentrums (FMGZ) MEDEA e. V. in Dresden für den Aufbau eines Netzwerkes "Frauengesundheit".
Welche Ziele verfolgen wir?
Grundanliegen der Vernetzung zum Thema Frauengesundheit:
- die Anerkennung und Etablierung geschlechterdifferenzierter und -spezifischer Standards im Gesundheits-, Sozial und Bildungssystem
- die Verbesserung der gesundheitlichen Chancen von Mädchen und Frauen
Konkrete Zielstellungen der regionalen Vernetzung:
1. der Aufbau eines breiten Bündnisses zwischen den AkteurInnen für:
- den fachlichen Austausch
- die Abstimmung von Aktivitäten
- die Durchführung von Kooperationsprojekten und
- die gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit
2. die Beteiligung an frauen- und gesundheitspolitischen Entscheidungen
- die Entwicklung regionaler Handlungsstrategien
- die Förderung der Frauengesundheitsforschung sowie
- der Ausbau der Unterstützungs- und Hilfsangebote (Berücksichtigung besonderer Zielgruppen)
Wie arbeiten wir?
Organisation und Struktur:
Das Netzwerk Frauengesundheit in der Region Dresden/Sachsen ist beim FMGZ MEDEA e. V. als Träger angebunden.
Die Mitarbeiterinnen des Zentrums organisieren in Abstimmung mit allen Beteiligten die Netzwerkarbeit.
Die Arbeitsstrukturen im Netzwerk sind so gestaltet, dass sie eine effektive Beteiligung der interessierten Fachkräfte
und wirkungsorientierte Umsetzung der Ziele ermöglichen. Das Netzwerkplenum trifft sich einmal pro Quartal.
Nach Bedarf kann eine zusätzliche Facharbeit in Untergruppen vereinbart werden.
Am Jahresende erfolgt die Reflexion der Zusammenarbeit und Festlegung der Arbeitsschwerpunkte für das Folgejahr.
Der Aufbau des Netzwerkes Frauengesundheit in der Region Dresden/Sachsen wird durch ExpertInnen aus anderen
Einrichtungen/Arbeitsgremien im Bereich Frauengesundheit in Deutschland unterstützt.
Arbeitsschwerpunkte:
Die Beteiligten haben einen allgemeinen Informationsaustausch vereinbart. Dieser erfolgt i.d.R. per Mail.
Die regelmäßigen Netzwerktreffen werden für die Diskussion eines festgelegten Fachthemas und aktueller
Informationen genutzt. Hier erfolgt auch die Planung und Organisation gemeinsamer Aktivitäten im Rahmen von
Kooperationsprojekten und Öffentlichkeitsarbeit. Die Öffentlichkeitsarbeit für das Netzwerk erfolgt nach Vereinbarung über den Träger und alle beteiligten Einrichtungen.
Sie beinhaltet Präsentationen, Pressearbeit und die Kontaktaufnahme zu EntscheidungsträgerInnen aus Verbänden,
Politik und Verwaltung.
Inhalte:
Generell werden im Netzwerk Frauengesundheit alle Themen bearbeitet, die von den Beteiligten eingebracht werden, aufgrund
- ihrer Erfahrungen aus der täglichen Arbeit
- aktueller gesundheitspolitischer Entwicklungen und
- neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse.
Aufgrund der bisherigen Erfahrungen und Kenntnisse liegt dabei ein besonderer Fokus in den Bereichen:
- Gesundheitsförderung von Mädchen
- Gesundheitsförderung benachteiligter Frauen
- Gesundheit im Alter
- psychosoziale Versorgung in der Region
- Patientinnenrechte und -information
- Brustkrebs
- Schwangerschaft, Geburt, Mutterschaft
- Früherkennungsprogramme
- Rehabilitationsmaßnahmen
- Gewaltschutz und Kindeswohlgefährdung
- Pflege
- geschlechtsspezifische Gesundheitsstatistik
Möchten Sie unser Anliegen unterstützen?
Die Mitglieder des Netzwerks Frauengesundheit in der Region Dresden/Sachsen sind interessiert
an weiteren KooperationspartnerInnen. Zur Mitarbeit eingeladen sind alle Einrichtungen und Organisationen,
die im Gesundheits-, Sozial und Bildungssystem tätig sind und die Anliegen des Netzwerkes unterstützen wollen.
Mit relevanten Arbeitserfahrungen können sie auch als Privatperson Mitglied in unserem Netzwerk werden.
Gern geben wir Ihnen weitere Informationen.
Bei Interesse können Sie sich an die Mitarbeiterinnen des FMGZ MEDEA e. V. in Dresden wenden.
Wir freuen uns auch über eine finanzielle Unterstützung unserer Arbeit in Form von Spenden.
Die benötigen wir z. B. für die Bereitstellung von Informationsmaterial.
Die aktuelle Pressemitteilung des Netzwerkes steht Ihnen hier als download zur Verfügung:
Erklärung des Netzwerkes Frauengesundheit in Sachsen zur pränatalen (vorgeburtlichen) Diagnostik und psychosozialen Beratung